Forum Anthropozän 2020

im Haus der Steinböcke, Heiligenblut

In den beiden ersten Anthropozän-Foren 2018 und 2019 wurde zweierlei deutlich: Einerseits ist die Faktenlage, dass wir Menschen mit unserem globalen Lebens- und Wirtschaftsmodell die natürlichen Systeme unserer Erde überstrapazieren, inzwischen erdrückend. Dabei geht es nicht nur um den CO2-Ausstoß und das vieldiskutierte 2-GradZiel, welche die Klimadebatte aktuell dominieren. Es geht weit darüber hinaus auch um den Verlust der Bio-Diversität von Pflanzen und Tieren, von fruchtbaren Böden und Wäldern sowie die Verschmutzung des Trinkwassers und der Ozeane.

Damit offenbart sich andererseits, dass nur der Mensch sich vor sich selbst retten kann. Ein „Weiter-wie-bisher“ gefährdet die Menschheit als Ganzes. Die Erhaltung des Planeten wird somit zur größten Herausforderung für die globale Gesellschaft. Dabei geht es um individuelle und kollektive Entscheidungen, welche unsere derzeitigen „Erfolgsmodelle“ überwinden und eine nachhaltige Entwicklung im Einklang mit der Natur ermöglichen.

  • In welchen Bereichen erhöht der Klimawandel/die Klimakrise den Druck? Welche Konflikte werden durch den Klimawandel/die Klimakrise „angeheizt“?
  • Welche Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Klimawandelanpassung braucht es global - regional? Welche Chancen eröffnen sich dadurch?
  • Welche Innovationen unterstützen den Weg in einen „Globalen New Green Deal“ und welche verstärken nur unser Dilemma, weil sie zwar kurzfristige Gewinne für Konzerne abwerfen, aber Menschen und Natur schaden.
  • Wie kann der Umstieg auf einen „Green New Deal“ finanziert werden und können Finanzmärkte hier eine unterstützende Rolle spielen?
  • Wie können politisch langfristige Entscheidungen zustande kommen, welche eine wirtschaftlich   zukunftsfähige Gesellschaft ermöglichen und zugleich die Bedürfnisse der Mitwelt einbezieht, die letztlich unsere Lebensgrundlage darstellt?
  • Welche Rolle spielt dabei der Faktor ZEIT?

Um diese Fragen drehen sich Impulsreferate, Diskussionen und künstlerische Interventionen in Formaten wie dem ZEIT-GESPRÄCH, den FOREN und der ZUKUNFTSWERKSTATT. Wir laden dazu ein, sich mit diesen Fragen fundiert und kritisch auseinander zu setzen.

Fotos

Heiligenblut

Der Nationalpark Hohe Tauern ist das größte Schutzgebiet der Alpen und eine der schönsten Landschaften der Erde. Die Nationalparkgemeinde Heiligenblut ist auch bekannt als das legendäre Bergdorf Heiligenblut am Großglockner. Die stolze, spätgotische Kirche, eng zusammengerückt mit den Herbergen und Berghöfen inmitten einer herrlichen Gebirgslandschaft, deren Silhouette von der majestätischen, gletscherbedeckten Pyramide des Großglockners bedeckt wird, stellt nach wie vor ein Postkartenidyll dar.

Kinder- und Jugendworkshops

im Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern zählt zu den großartigsten Hochgebirgslandschaften der Erde. Das Wissen über das sensible Gleichgewicht in den Lebensräumen der Hohen Tauern ist die beste Basis, um Menschen für den Schutz der Natur zu sensibilisieren.

Bildung gehört deshalb neben Artenschutz, Forschung und Naturerlebnis zu den wichtigsten Aufgaben des Nationalparks Hohe Tauern. Mit Kompetenz, Erfahrung und Engagement geben wir das Wissen über das Schutzgebiet, seine Besonderheiten und die Nationalparkidee weiter.

Im Rahmen des 3. Forums Anthropozän, erwartet die Kinder- und Jugendlichen eine erlebnisreiche Zeit, in der sie viele Abenteuer erleben und von erfahrenen Nationalpark Ranger*innen begleitet werden.

Wanderungen im Nationalpark und dabei spannende Naturphänomene erforschen, eine Fahrt auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, um den größten Gletscher Österreichs zu sehen oder aber auch authentische Einblicke in die Lebenswelt des Alpensteinbocks im neu eröffneten „Haus der Steinböcke“ in Heiligenblut zu erlangen sind nur einige der Fixpunkte dieses Programms.